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Was ist Blau, über einen Kilometer lang und über wem scheint immer die Sonne?
Richtig – die Inlineskater der MoGoNo beim Familienausflug im Fläming!
Diesmal bestand unser Tross aus über 70 Teilnehmern.
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Wie immer bei diesen sportlichen Großereignissen richten wir uns nicht nach dem Wetter, sondern dieses richtet sich nach uns. Die Kinder haben es sich ja aber auch verdient, nach den Regenwettkämpfen der letzten Wochen.
Weil die Kinder im Schuljahr genug geschrieben haben, ist diesmal mit dem Bericht ein Erwachsener dran. Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass die letzten 20 Berichte auf unserer Homepage von 17 verschiedenen Autoren stammen. Auch wenn unsere Ü40 Fraktion momentan im Speedskating nicht die Spitze des Leipziger Eisberges darstellt – im Literaturbetrieb sind wir es allemal! Unter diesem Gesichtspunkt erhält die Kooperation mit unseren dänischen Freunden eine vollkommen neue Dimension, denn von Dänemark ist es ja nur noch ein kleines Stück bis Stockholm…
Und da wir auch Geschichte können, sei ein kleiner Ausflug in Zeiten erlaubt, in denen aus Schweden nicht nur Möbel, Köttbular und Nobelpreise kamen.
Wie die meisten wissen, beendete der am 23. August 1645 geschlossen Frieden von Brömsebro den von den Schweden ohne formelle Kriegserklärung begonnenen Krieg gegen Dänemark.
Die meisten wissen auch, dass für diesen Frieden, bei dem Dänemark umfangreiche Gebiete an Schweden abtreten musste, die Schlacht bei Jüterbog am 23. November 1644 ausschlaggebend war.
Die Schweden vernichten dort die Kavallerie des Deutschen Kaisers, der den Dänen zu Hilfe eilen wollte. Das war möglich, weil die „Kaiserlichen“ von ihren Nachschubwegen abgeschnitten wurden.
Was die wenigsten aber wissen, ist, dass daraufhin der kaiserliche Straßenbauminister beauftragt wurde, ein Geflecht an befahrbaren Nachschubwegen in dieser Gegend zu errichten. Aufgrund der knappen Staatskassen im Dreißigjährigen Krieg wurde das Vorhaben aber um schlappe 357 Jahre verschoben.

Wir treffen uns traditionell um 10.00 Uhr (+ Präsidentenbonus) auf dem Parkplatz in Werder.
Die Kinder tauschen sich darüber aus, welchen Unterrichtsstoff sie sich in den Ferien erarbeiten wollen, um beim Start der Schule in 6 Wochen motiviert vor den Lehrern glänzen können. Die Eltern freuen sich, dass auf die Kinder doch etwas vom eigenen Verantwortungsbewusstsein abgefärbt hat und bald sind wir startklar zum ersten Gruppenfoto. Dass dabei insbesondere die Frauen auch mit Helm eine gute Figur machen, wissen wir ja. Dass sich aber Dani vor dem Aufsetzen des Helmes nochmal die Haare von Sylvia bearbeiten ließ, brachte selbst erklärte Frauenversteher ins Grübeln.
Und dann ging es auch schon los. Der Wettstreit zwischen Radfahren und Inlineskatern war aber bereits schon nach 500 m entschieden. Oder hat schon mal jemand von Matter - oder Hyper-Rollen gehört, die einen Platten haben?
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Gemütlich bewegten wir uns durch die Kiefernwälder, Getreidefelder und ab und zu kamen wir auch an Anzeichen von Zivilisation vorbei. Gefahren wurde in Grüppchen, oder alleine, jeder wie er Lust hatte. Es war schon faszinierend, wie die „Kleinen“ ihr Tempo durchzogen. Als sei es das Normalste der Welt, mit 6 Jahren mal so 25 km zu fahren. „Wann sind wir da?“ oder „Wie weit ist es noch?“ war maximal von schnaufenden Vätern zu hören, die die Distanz erstmals auf Rollen bewältigten. Aber auch hier Respekt! Aller 2-3 km wurde eine kleine Pause eingelegt. Unmengen von HARIBO wurden verteilt. Auch wenn Thomas Gottschalk nun nicht mehr „Wetten dass…?“ moderiert, wette ich, dass die von uns vertilgten Gummitiere den Konzern auf Jahre hinaus das Budget für seine Werbeauftritte gesichert haben. Danke an die zahlreichen Spender!
Nach einer längeren Mittagspause im Kornfeld, zwei weiteren Anhöhen und Abfahrten erreichten wir schließlich den Schlussanstieg vor dem Skaterhotel. Trotz der wundervollen Lage in einem Waldstück zieht der sich nochmal ganz schön…
 
Das Gefühl beim Herabrinnen der Kaltgetränke an unserer Unterkunft hat diese Anstrengungen aber mehr als entschädigt. Nach kurzer Ruhephase konnte man sich dann auch wieder den wesentlichen Sachen des Lebens widmen. Wer schläft in welchem Zimmer? Wann gibt es Abendbrot? Wann geht das Fußballspiel los?
Ein paar Blessuren hatte der Tag an einigen Füßen und zwei Ellenbogen doch hinterlassen. In diesem Zusammenhang bat mich die Abteilungsleitung um folgende Ansagen:
Ja, die Verhandlungen mit HANSAPLAST als neuem Hauptsponsor stehen kurz vor dem Abschluss.
Ja, die pflastern dann den Weg um unsere Bahn.
Nein, Conny L. hat nicht die Absicht, den Volkshochschulkurs „Chirurgie for Beginners“ zu belegen.
Ein paar Übermotivierte fuhren nochmal zum Parkplatz, um die Autos und Taschen mit den Ohrstöpseln, Badelatschen und der Zahncreme zu holen. Es wäre wohl noch mehr als die Spitzengeschwindigkeit von 56 km/h möglich gewesen, wenn die Zahlen nicht so gewackelt hätten.
Im Hotel erschollen derweil die Rufe der Kassandra, die für Sonntag eine Unwetterfront vorhersagte. Derart verunsichert stürzten sich die Kinder auf die 100 Portionen des bestellten Abendbrotes – und ließen nichts – außer „Ferienlagerpudding“ – übrig. Auch das von Eva bestellte Nudelupgrade für die Eltern (3 kg Nudeln für 75,00 €) war im Nu verzehrt. Die Ersten waren dann um 5.30 Uhr beim Frühstück!
Als dann zu späterer Stunde die Getränkezufuhr an der Bar eingestellt wurde, konnte ich Ingmar auf der Suche nach dem uns vom Hotel zugesagten Schlummertrunk unterstützen. Dabei trafen wir auf eine verlassene Küche mit gefüllten Kühlschränken. Wir ließen aber die Vernunft walten und verließen mit staunenden Augen und tropfenden Zähnen die Räume. Vor 10 Jahren hätten wir uns noch eingeschlossen – und uns was gekocht!
Über das mit Spannung erwartete Fußballspiel hülle ich den Mantel der Barmherzigkeit!
Als die Erwachsen sich am nächsten Morgen in den Außenanlagen das Frühstück genießen konnten, dauerte es lange, ehe sie in die Augen der Kinder blicken konnten – waren das überhaupt Augen? Bei den meisten waren es maximal Striche. Und das ist schon aufgerundet!
MERKE: Frische Luft und grelles Licht, sind für Ferienkinder nichts!
Aber auch hier kehrten die Lebensgeister zurück, denn für die Schussabfahrt hinter Petkus ist die volle Konzentration erforderlich. Auch diese wurde ohne Probleme gemeistert und traditionell wurden den Überlebenden am Fuße des Berges mit einer LaOla-Welle gehuldigt.
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Weiter zog sich ein blaues Band durch die Wälder, Felder und Dörfer des Flämings. Gefühlt ging es diesmal nur bergab. Und bald waren wir zur Mittagspause in Kolzenburg.
Die letzten 5 km waren eine Mischung aus Triumpf- und Trauerzug. In die Glücksgefühle, ein wunderschönes Wochenende mit Spiel, Sport und Spaß bei optimalen Bedingungen erlebt zu haben, mischte sich die Wehmut, dass es nun bald vorbei sei.
So wollte dann auf dem Parkplatz niemand der Erste sein, der das Weite suchte. Zudem wurde die bereits im Urlaub weilende Conny P. mit einem Geburtstagsständchen via Funktelefon beglückt– vielleicht war sie auch ganz froh, den Chor nicht im Original hören zu müssen. Aber alles müssen wir ja auch nicht können! Wir haben ja jetzt ein Jahr Zeit zum Üben. Durchhalten! Nur noch ein Jahr bis zum nächsten Fläming-Skate!
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Vielen Dank an alle, die an diesem schönen Wochenende ihren Anteil hatten!
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